Die Fruchtbecherlinge (Ciboria) bilden eine Gattung aus der Ordnung der Helotiales mit 8 bis 15 Arten in Mitteleuropa. Den Fruchtschalen-Becherling findet man auf alten Fruchthüllen und Früchten von Eichen, seltener auf Buchen, Hainbuchen und Haseln. Sein Stiel wird etwa 2 bis 10mm lang. Die Hutfarbe weiß bis hellgelb mit eine Durchmesser von etwa 1 bis 3mm. Die Fruchtkörper sind gesellig und oft ist die gesamte Fruchtschale mit den Becherlingen bedeckt. Die Fruchtbecherlinge besiedeln abgestorbene Früchte oder Kätzchen höherer Pflanzen, die sie meist schwärzen und sklerotinisieren. Allerdings bilden sie keine eigenen separate Sklerotien, wodurch sie sich von den Gattungen Ciborinia und Sclerotinia unterscheiden. Ihre Fruchtkörper haben meist rötliche bis bräunliche Farben und sind deutlich gestielt. Ihre Ascusspitze färbt sich in Lugolscher Lösung violett. Ihre Sporen sind nicht septiert. Ähnlich sind auch die Arten der Stromabecherlinge (Rutstroemia), diese besiedeln aber nie die Früchte sondern höchstens die Fruchtschalen neben Holzteilen und Blättern. Außerdem sind deren Sporen manchmal septiert und schnüren Nebensporen ab. Die Becherlinge sind am besten Anfang September zu finden. Die Fruchtbecherlinge leben saprobiontisch. Verschiedene Arten sind: Ciboria acerina: auf Weidenkätzchen und Sumpfporstblüten Erlenkätzchen-Becherling (Ciboria amentacea) Brauner Eichelbecherling (Ciboria batschiana): Erreger der Schwarzen Eichelfäule Birkenkätzchen-Becherling (Ciboria betulae) Ciboria caricis: auf alten Kätzchen von Hasel, Erle, Weide und Zitterpappel Ciboria calyculus Katzchenbecherling Ciboria caucus Haselnuss-Becherling (Ciboria coryli) Ciboria dumbirensis Ciboria gemmincola Ciboria rufofusca Ciboria seminicola Erlenzäpfchen-Becherling (Ciboria viridifusca ) Der Fichtenzapfen-Becherling wurde von Baral zu Ciboria gestellt (Ciboria bulgarioides), er wird aber heute durchwegs zur Gattung Rutstroemia gerechnet. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Fruchtbecherlinge