Der Götterbaum-Spinner (Samia cynthia), auch Ailanthus-Spinner genannt, ist ein Schmetterling aus der Familie der Pfauenspinner (Saturniidae). Neben der Nominatunterart werden die Unterarten Samia c. ricini und Samia c. pryeri unterschieden. Die ursprünglich in Asien beheimatete Art wurde zur Seidenraupenzucht in weiten Teilen der Erde eingeführt. Man findet sie deswegen beispielsweise im klimatisch günstigen südlichen Europa überall dort, wo die ebenso aus Asien stammende Hauptnahrungspflanze der Raupen, der Götterbaum (Ailanthus altissima), als Zierbaum gepflanzt wurde oder verwildert ist; meistens in Städten. In Indien werden die Puppen gegessen und in Nepal als Hühnerfutter verwendet. Die Falter haben eine Flügelspannweite von 100 bis 120 Millimetern (Männchen) bzw. 120 bis 130 Millimetern (Weibchen). Die Flügel der Weibchen sind weniger stark gestreckt als die der Männchen und auch weniger stark am Vorderflügelaußenrand gekrümmt. Die Fühler der Männchen sind fahl rotbraun und vierfach kurz gefiedert. Bei den Weibchen sind sie verhältnismäßig lang und doppelt gefiedert. In Europa ist die Art unverwechselbar. Sie hat Ähnlichkeit mit Faltern der Gattungen Callosamia aus Nordamerika, Epiphora aus Afrika und Attacus aus Südostasien. Der Körper ist mit einer Länge von unter 25 Millimetern verhältnismäßig klein. Der Körper der Weibchen ist plumper als der der Männchen. Er hat eine lehmgelbe Farbe, wobei der Halskragen, die Bauchbinde und die Wollbüschel und Streifen am Hinterleib weißlichgrau sind. Die Vorderflügel sind lehmgelb bis olivbraun. Sie tragen an der Vorderflügelbasis ein stark zum Körper hin gewinkeltes weißes Band, das außen schwarz gerandet ist. Das Band reicht bis zum Diskalbereich und hat dort zwei Medianzähne, von denen der obere in den unteren Bereich des langgestreckten Mondflecks mündet. Dieser ist auf seinem zum Flügelvorderrand hin gerichteten Rand durchsichtig und dünn weiß begrenzt. Dahinter ist der Fleck breit lehmgelb ausgefüllt. Der Mondfleck trennt ein außen an ihn angrenzendes, weißes Diskalband in zwei leicht zum Körper hin gekrümmte Teile, die nach innen schwarz und nach außen rotviolett begrenzt sind. Der äußere Teil der Flügel ist mit schwarzen Schuppen besprenkelt. Ein feines Submarginalband ist ausgebildet, das oben schwarz und im unteren Teil des Vorderflügels graubraun ist. Es reicht nicht bis zur Flügelspitze. Knapp an der Flügelspitze (postapikal) sitzt ein großer grauer Fleck, der außen weiß gezackt ist. Dieser Fleck verliert sich diffus nach innen zum Postapikalbereich. Ein großer, ovaler, schwarzer Augenfleck befindet sich im Subapikalbereich nahe diesem Fleck. Die Hinterflügel sind ebenso gefärbt wie die Vorderflügel, haben jedoch weniger nach innen gekrümmte Diskalbandteile und einen doppeltes, graugrünes, feines Submarginalband, von denen das innere mehrmals unterbrochen ist. Auf den Unterseiten sehen beide Flügelpaare sehr ähnlich der Oberseite aus, ihnen fehlt jedoch die Linie auf der Basalhälfte. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht in ihrer Färbung, sind aber variabel. So hat die forma advena einen zurückgebildeten grauen Postapikalbereich und die forma parisiensis hat eine gelblich-braune Grundfarbe. Die langgestreckten Eier messen 1,5 mal 1 Millimeter. Sie haben eine gräulich-weiße Farbe und werden vom Weibchen mit einem braunen Sekret an den Nahrungspflanzen befestigt. Die halbmondförmigen Gelege bestehen aus bis zu 400 Eiern. Weite Infos in der Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tterbaum-Spinner